Blick auf den Schädel des Ursus Speleus
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Vom Aussterben des Höhlenbären

Am Ende des Eiszeitalters verschwand der Höhlenbär. Während der großen Vergletscherung der Alpen, in der Zeit zwischen 20.000 und 12.000 Jahren vor heute, verringerten sich die Bestände rasch, und eine in vielen Höhlen so dominante Säugetierart war ausgestorben. Über die Gründe wird und wurde viel diskutiert. Waren es die klimatischen Veränderungen in dieser Zeit, die den Lebensraum und die Nahrungsquellen zu stark einengten und zugleich die vegetationslose Winterzeit verlängerten und den Sommer verkürzten? Das Verschwinden des Höhlenbären aus den hochalpinen Höhlen, wo er nur in Warmzeiten leben konnte, ist durch die Klimaverschlechterung widerspruchlos zu erklären. Warum starb er aber in den tiefgelegenen Regionen Mittel- und Südeuropas aus?

Krankheitserscheinungen an Knochen und Zähnen, wie sie vor allem in der Drachenhöhle von Mixnitz gefunden wurden, führten zur Idee, dass der Höhlenbär durch "Degeneration" oder "Selbstdomestikation" zugrunde ging. Wegen der Fehlens von Raubtieren, die ihnen noch gefährlich werden konnten, seien auch schwache und kranke Tiere zur Fortpflanzung gelangt und hätten die Anfälligkeit für Krankheiten weitervererbt, bis schließlich die Höhlenbärengruppen so stark von degenerierten Individuen durchsetzt waren, dass das Erlöschen der ganzen Art besiegelt war. Beschleunigt sei dieser Vorgang auch dadurch geworden, dass das Leben in den feuchten, kalten Höhlen viele Krankheiten am Bewegungsapparat und an der Wirbelsäule verursacht hätte.

Wir stehen diesen Ansichten heute ablehnend gegenüber, weil sich gezeigt hat, dass die Befunde aus der Drachenhöhle aus einem riesigen Knochenmaterial entnommen worden waren und pathologische Veränderungen bei den Höhlenbärenresten anderer Höhlen sehr selten sind, ja kaum häufiger als bei anderen wildlebenden Säugetieren.