Blick auf den Schädel des Ursus Speleus
Hoch oben in Alta Badia

Gönn dir eine erholsame Pause
an sportlich aktiven Tagen:

Berg- und Schutzhütten in Alta Badia

Die Höhle wird bekannt

Die Höhlenbären der Conturines

Anhäufung von Schädeln und
Unterkiefern im Salf di Ces.

Etwa zwei bis drei Wochen konnte Willy Costamoling die Lage der Höhle geheim halten; er stieg aber fast täglich allein oder mit Freunden hinauf, um die Höhle weiter zu erkunden und zu fotografieren. Allmählich hatte sich der sensationelle Fund herumgesprochen, und die Höhle erhielt immer mehr Besucher.
Und die Besucher - meist Einheimische aus dem Hochabteital - begannen, die Schädel, die Zähne und die großen Knochen ins Tal zu tragen, manche mit der Idee, ein ganzes Bärenskelett zusammenzustellen. Als Willy Costamoling dies erfuhr, befürchtete er, dass der ganze Knochen- "Schatz" in alle Winde zerstreut würde, deshalb barg er zusammen mit seinem Bruder Hans die noch verbliebenen Höhlenbärenreste, soweit sie oberflächlich am sandigen oder schuttbedeckten Boden lagen.

Inzwischen waren die Medien aufmerksam geworden. Journalisten verschiedener italienischer Zeitungen wollten Informationen. Erste Berichte im Hörfunk und Fernsehen. Bei der ersten Hubschrauberaktion trafen sich Journalisten vom "Alto Adige" und ein Fernsehteam aus Bozen.
Es gab Filmberichte im italienischen, deutschen, niederländischen und belgischen Fernsehen.
Auch das renommierte populärwissenschaftliche Magazin GEO sandte einen Redakteur (Dr. Lausch) und einen Fotografen (Guido Mangold). Herrn Dr. Lausch verdanke ich die ersten Informationen über die Conturineshöhle; er war von verschiedenen Seiten an uns (Institut für Paläontologie der Universität Wien) verwiesen worden, weil unser Institut schon seit dem Beginn der zwanziger Jahre dieses Jahrhunderts Grabungen in alpinen und hochalpinen Höhlen durchgeführt hatte.
Unter Einbeziehung unserer Ergebnisse in der Ramesch - Knochenhöhle im Toten Gebirge erschien der erste wissenschaftliche Artikel über die Conturinshöhle im Januarheft 1988 von GEO.