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Grabungschronik

Die Höhlenbären der Conturines

Schlämmstelle.
Das beim Graben gewonnene
Erdmaterial wird hier nass gesiebt.

* 23. November 1987: Entdeckung der Conturineshöhle durch Willy Costamoling.
* 24. März 1988: Besprechung über eventuelle Grabungen.
Im Denkmalamt Bozen trafen sich Vertreter Denkmalamtes, der Naturparkverwaltung, der Naturschutzbehörde, der Forstverwaltung, des Institutes für Botanik der Universität Innsbruck und des Institutes für Paläontologie der Universität Wien.
* 16. Juni 1988: Vorexkursion zur Conturineshöhle.
Besprechung von Grabungsablauf, Organisation und Vorarbeiten mit Vertretern der lokalen Behörden (Forst, Naturpark, Amt für Naturschutz, Denkmalamt), der Universität Innsbruck, der Universität Wien sowie mit Willy Costamoling.
* Juli / August 1988: Vorarbeiten in der Höhle: Errichtung eines Biwaks, Einrichtung der Beleuchtung und des Stromaggregates.
* Sommer 1988, 1989, 1990: erste Grabungskampagne in der Conturineshöhle.
Finanzierung durch das Denkmalamt der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol.
Bereitstellung von Personal und Grabungsausrüstung: Institut für Paläontologie der Universität Wien.
Organisation in Südtirol: Dr. Lorenzo Dal Ri vom Denkmalamt Bozen und Willy Costamoling, Corvara.
Grabungsleitung: o. Univ.-Prof. Dr. Gernot Rabeder.

Die Höhlenbären der Conturines

Die Grabungsareale an der Grabungsstelle 1.

Erste Grabung, 29. August bis 17. September 1988

Teilnehmer:
Peter Auer, Universität Wien
Dr. Patrizio Bronzi, Universität Camerino
Erich Draganitz, Universität Wien
Karl Hartmann, Universität Wien
Klemens Kneringer, Universität Wien
Thomas Kühtreiber, Universität Wien
Karl Günther Kunst, Universität Wien
Doris Nagel, Universität Wien
Eberhard Nies, Kematen/Kr.
Ortrun Obermann, Universität Wien
Valentin Perlinger, Universität Wien
Prof. Dr. Gernot Rabeder, Universität Wien
Sigrid Rabeder, Universität Wien
Herwig Rabeder, St. Wolfgang
Hans Reschreiter, Universität Wien
Jürgen Schlaf, Universität Wien
Martin Zuschin, Universität Wien
Beate Zwinger, Universität Wien

Ausgeführte Arbeiten:
Errichtung des Biwaks und der Grabungsstellen
Vermessung der Grabungsstellen und der ganzen Höhle
Gegrabene Quadranten in der Schädelhalle: H1 bis H7, I1 bis I7, J1 bis J3
Besonderer Fund: Unterkiefer eines Höhlenlöwen

Die Höhlenbären der Conturines

Am Aussuchtisch im Salf di Ces.

Zweite Grabung, 19. Juli bis 2. August 1989

Teilnehmer:
Dr. Petra Cech, Universität Wien
Christine Chini, Wien
Mag. Florian Fladerer, Universität Wien
Tamara Jalouck, Universität Wien
Martin Jung, Universität Wien
Ursula Kral, Universität Wien
Nikolaus Lasser, Wien
Doris Nagel, Universität Wien
Valentin Perlinger, Universität Wien
Lorenz Potocnik, Genf
Gerhard Widhalm, Universität Wien

Ausgeführte Arbeiten:
Errichtung einer Schlämmstelle
Gegrabene Quadranten: J4 bis J7, K1 bis K7, L1 bis L7
Besondere Funde: Oberkiefer eines Höhlenlöwen, Murmeltierreste
Entnahme von Proben für Datierung (Sinter und Knochen)
Pollenanalyse und Sedimentologie
Aufnahme des Querprofils L/M

Dritte Grabung, 11. bis 14. September 1990

Teilnehmer:
Dr. Petra Cech, Universität Wien
Dr. Florian Fladerer, Universität Wien
Ursula Kral, Universität Wien
Mag. Doris Nagel, Universität Wien
Martina Pacher, Universität Wien
Valentin Perlinger, Universität Wien

Ausgeführte Arbeiten:
Entnahme weiterer Proben, gegrabener Quadrant: M7
Mitwirkung und Hilfestellung bei den vom ORF gedrehten Filmaufnahmen

25./26. September 1990, Sinter-Bohraktion durch
Prof. Dr. Y. Quinif, Universität Mons
Prof. Dr. A. Bini, Universität Mailand, und Mitarbeiter
Prof. Dr. Gernot Rabeder, Universität Wien
Bohraktion: Fünf gezogene Bohrkerne im Bodensinter der Schädelhalle, Querschnitt 7 cm, maximale Länge 195 cm