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Werte Leserin, werter Leser,
ein kurzes Streifen durch die Geschichte Ladiniens, sowie die Überlegungen im zweiten Bericht, sollen Ihnen die vergangene und gegenwärtige Lage der Dolomitenladiner vor Augen führen.
Die Trennung eines volkes verletzt nicht nur die Persönlichkeit jedes Einzelnen, sondern schwächt das ganze Gefüge in einem Maße, daß das Überleben in Frage gestellt wird.
Durch die Dreiteilung können sich die Ladiner aufgrund unterschiedlicher und ungenügender Schutzmaßnahmen nicht gemeinsam erhalten und noch weniger entwickeln.
Die "ladinische Pflanze" auf dem gleichen Boden gewachsen, riskiert das Verwelken einiger Triebe und damit droht ihr das Absterben als Ganzes.
Daß sich aber die Ladiner vor diesem Schicksal wehren, bezeugt die Tatsache, daß sich immer mehr wirschaftliche Gesellschaften, aber vor allem kulturelle Vereine und Institutionen um die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Tälern bemühen.
Der Wille jedes einzelnen, das eigene "Sein" nicht aufzugeben, und das Bewußtsein als vitale Komponente eines Volkes, können die Ladiner in ihrem gemeinsamen Lebensbereich erhalten.
Die Präsidentin
der Union Generela di Ladins dles Dolomites
Ilda Pizzinini
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