Die Höhlenbären der Conturines Die Höhlenbären der Conturines Die Höhlenbären der Conturines
Die Höhlenbären der Conturines
Vorvort
Die Entdeckung
Das Fundgebiet
Ein Gang durch die Höhle
Kleine Höhlenbärenkunde
Die Grabungen in der Conturineshöhle
Höhlenbär und Klimageschichte
Die Evolution der Höhlenbären
Zeitmesser der Vergangenhait: Geologische Uhren
Bisherige Forschungsergebnisse
Die Altersstellung der Conturinesfauna
Literatur
Die Höhlenbären der Conturines
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Die Travenanzes-Puppen



Bei vielen Erfindungen und Entdeckungen hat der Zufall entscheidend mitgewirkt; sie sind sozusagen nebenbei - als Nebenprodukt einer von bestimmter Absicht geprägten Suche einfach "passiert". Auch der "Fossil - Schatz" in der Conturinshöhle kann hier als Beispiel dienen, er wurde allerdings nicht zufällig, sondern auf der Suche nach einer mineralischen Besonderheit aufgespürt.
Siet vielen Jahren ist bei den einheimischen Mineraliensammlern eine Höhle im Travenanzestal (zwischen der Tofanagruppe und dem Fanesgebiet) ein Anziehungspunkt geworden, weil dort aus dem dolomitischen Sand, der den Höhlenboden bedeckt, eigenartige kügelförmige Bildungen zum Vorschein kamen.

Die Höhlenbären der Conturines
Die Conturineshöhle
in ca. 2775 m Höhe.



Es handelt sich um sogenannte Konkretionen
(= "Zusammenwachsungen"), die sich dadurch gebildet haben, daß kalkhaltiges Wasser sehr langsam durch den Sand diffundiert und den Kalk in konzentrischen Schichten um einen "Kern" (einen Stein oder nur ein Sandkorn) herum abscheidet. Mehrere solche Kugeln können zu puppenähnlichen oder anderen phantastischen Gebilden zusammenwachsen.
Solchen steinernen "Puppen" war der Hotelier und Sammler Willy Costamoling aus Corvara im August 1987 auf der Spur. Ein Fossiliensucher aus S. Ciascian / St. Kassian hatte ihm erzählt, daß er am Fuß der Conturines in Richtung Fanesalm ähnliche Kugeln im Geröll gefunden hätte;
es wäre zu vermuten, daß auch in diesem Gebiet Höhlen mit Travenanzes - Puppen anzutreffen wären.
Tatsächlich sah Willy Costamoling, als er über den Ostrücken der Taibunspitze, einem Nebengipfel der Conturines, aufgestiegen war, von weitem den Eingang einer großen Höhle.
Die Dimension des Portals und das Dunkel dahinter ließen schon erahnen, daß hier ein Gang tief in den Berg führte, der vielleicht die begehrten Puppen enthielt. Da er aber weder genug Zeit für die Erkundung der Höhle noch die dazu notwendige Lampe hatte, verschob es dieses Unternehmen auf den Herbst.

Die Höhlenbären der Conturines
"Travenzanes-Puppen"
oben: aus einer Höhle im Travenzanestal;
unten: aus der Conturineshöhle.


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