Es handelt sich um sogenannte Konkretionen (= "Zusammenwachsungen"), die sich dadurch gebildet
haben, daß kalkhaltiges Wasser sehr langsam durch den Sand diffundiert und den Kalk in konzentrischen
Schichten um einen "Kern" (einen Stein oder nur ein Sandkorn) herum abscheidet. Mehrere solche
Kugeln können zu puppenähnlichen oder anderen phantastischen Gebilden zusammenwachsen.
Solchen steinernen "Puppen" war der Hotelier und Sammler Willy Costamoling aus Corvara im August
1987 auf der Spur.
Ein Fossiliensucher aus S. Ciascian / St. Kassian hatte ihm erzählt, daß er am Fuß der
Conturines in Richtung Fanesalm ähnliche Kugeln im Geröll gefunden hätte; es wäre zu
vermuten, daß auch in diesem Gebiet Höhlen mit Travenanzes - Puppen anzutreffen wären.
Tatsächlich sah Willy Costamoling, als er über den Ostrücken der Taibunspitze, einem
Nebengipfel der Conturines, aufgestiegen war, von weitem den Eingang einer großen Höhle.
Die Dimension des Portals und das Dunkel dahinter ließen schon erahnen, daß hier ein Gang tief
in den Berg führte, der vielleicht die begehrten Puppen enthielt. Da er aber weder genug Zeit für
die Erkundung der Höhle noch die dazu notwendige Lampe hatte, verschob es dieses Unternehmen auf den
Herbst.
|

"Travenzanes-Puppen"
oben: aus einer Höhle im Travenzanestal;
unten: aus der Conturineshöhle.
|