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| Fanes, Lavarela e Les Conturines |
Bärenhöhlen liegen meist in reizvoller Landschaft, das gilt besonders für die Hochgebirgshöhlen,
deren Eingänge sich in einsamen Karen oder hoch über dem Tal in steiler Wand öffnen.
Die großartigste Kulisse, die sich ein Höhlengräber wünschen kann, ist eine Dolomitenlandschaft
wie hier an den Conturines.
Der Kontrast zwischen den tief eingeschnittenen Tälern und Schluchten, den zirbenbewachsenen Almen und
den senkrechten, schwarzgelben Wänden ist typisch für die ganzen Dolomiten.
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Geologisches Profil (überhöht) durch
die südliche Fanesgruppe...
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Im Fanes - Sennes - Gebiet kommt
eine geologisch bedingte Facette dazu. Über dem gelben grobgebankten Hauptdolomit (Trias), der fast alle
felsigen Dolomitengipfel aufbaut, liegen hier weiße, dünn geschichtete Kalke, dem tiefsten Jura
angehörend; sie prägen besonders die Landschaft der Klainen Fanesalm, wo sie den Gipfelkranz von
der Lavarela bis zum Sas dales Nü aufbauen; sie werden auch die "bleichen Berge der Fanes" genannt
und dienen als zauberhafte Kulisse der berühmten Fanessage.
Unsere Höhle liegt jedoch mitten im Hauptdolomit, der den ganzen wuchtigen Stock der Conturines aufbaut.
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Die "bleichen Berge" der Fanes.
Lavarela von Pices Fanes aus.
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Die tagfernen Höhlenteile werden heute von mehreren hundert Metern Dolomit überlagert, die
ursprünglich darüber abgelagerten Jura - Plattenkalke sind durch die Erosion z.T. verschwunden.
Ihre einstige Wirkung läßt sich aber erahnen; der Kalkspat der mächtigen Sinterablagerungen in
der Höhle könnte von der einstigen Kalküberdeckung stammen, da der magnesiumhaltige Dolomit nur
wenig zur Sinterbildung neigt. Das heutige Aussehen erhielten die Conturines erst im jüngsten Abschnitt des
Eiszeitalters. Erst die letzte große Vergletscherung vor etwa 20.000 Jahren hat die Wände, Kare und Grate
in ihrer heutigen Lage und Größe bestimmt - also lang nach der Zeit der Höhlenbären.
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Dies erste Absperrung der
Conturineshöhle im Herbst 1987.
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Die mittelpleistozäne Landschaft der ganzen Fanesgruppe müssen wir uns völlig anders vorstellen als
die heutige. Täler und Kare waren noch ganz wenig eingeschnitten oder noch nicht vorhanden; ausgedehnte
Almgürtel umgaben die noch von dünnbankigen Kalken oder weichen mergeligen Gesteinen aufgebauten Gipfel.
Aus der Analyse der Grabungsbefunde hoffen wir, einen Teil der Landschaftsgeschichte rekonstruieren zu können.
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