Die Höhlenbären der Conturines Die Höhlenbären der Conturines Die Höhlenbären der Conturines
Die Höhlenbären der Conturines
Vorvort
Die Entdeckung
Das Fundgebiet
Ein Gang durch die Höhle
Kleine Höhlenbärenkunde
Die Grabungen in der Conturineshöhle
Höhlenbär und Klimageschichte
Die Evolution der Höhlenbären
Zeitmesser der Vergangenhait: Geologische Uhren
Bisherige Forschungsergebnisse
Die Altersstellung der Conturinesfauna
Literatur
Die Höhlenbären der Conturines
Die Höhlenbären der Conturines Wähle nähere Infomationen: 
Kleine Höhlenbärenkunde



Höhlenbärenknochen sind schon seit vielen Jahrhunderten bekannt. In einigen Höhlen des Tieflandes und der Mittelgebirge wurden sie in Massen angetroffe.
Freilich wurden sie bis in das 18. Jahrhundert für Überreste von Fabelwesen wie Drachen, Riesen und Einhörnern gehalten, worauf manche Höhlennamen hinweisen: die "Drachenhöhle bei Mixnitz" in der Steiermark, das "Drachenloch bei Vättis" in der Schweiz und die "Einhornhöhle" im Harz sind dafür besonders schöne Beispiele. Die Bärenknochen aus der Einhornhöhle wurden sogar für die Rekonstruktion eines Einhornskeletts herangezogen.

Die Höhlenbären der Conturines
Raïeta, die schönste Tropfsteinfigur der Conturineshöhle.




Der Höhlenbär war auch eine der ersten ausgestorbenen Säugetierarten, die beschrieben wurden. Der junge Johann Christian Rosenmüller von der Universität Erlangen hatte im Jahre 1794 herausgefunden, daß die überwiegende Mehrheit der Zähne und Knochenreste aus der Zoolithenhöhle bei Burggaillenreuth in Oberfranken von einer Bärenart stammt, die sich in etlichen Merkmalen vom Braunbär und von den anderen heutigen Bären unterscheidet.
Der Höhlenbär erreichte Dimensionen, die weit über denen der größten Braunbärenrassen liegen; er war also größer als der Grizzly-, der Kodiak- oder der Kamtschatkabär.

Die Höhlenbären der Conturines
Kletterstelle zwischen Gran Salf und Les Cascades.





Seine Extremitäten, besonders die Vorderbeine, waren plumper, der Schädel größer und höher. Am deutlichsten sind die Unterschiede am Gebiß zu erkennen.
Der Höhlenbär des jüngeren Eiszeitalters hatte um je zwei Zähne weniger in der Kieferhälfte, weil er die beim Braunbären schon teilweise reduzierten Vormahlzähne nicht mehr anlegt; dafür ist der letzte Mahlzahn stark verlängert, und die Kauflächen aller Mahlzähne sind mit Schmelzrunzeln und vielen zusätzlichen Schmelzhöckerchen versehen.

Die Höhlenbären der Conturines
Die Kaskadenwand (Les Cascades). Hier endet die Höhle abrupt.


Die Höhlenbären der Conturines
Vergleich der Unterkiefer eines Braunbären (links)
und eines Höhlenbören.

Beachte die kleinen Vormahlzähne (P1, P2, P3) beim Braunbären.
Die Höhlenbären der Conturines


Die Höhlenbären der Conturines © Altea Software S.r.l. - Bolzano Die Höhlenbären der Conturines