Blick auf den Schädel des Ursus Speleus
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Die Grabungsmethode

Die Höhlenbären der Conturines

Hubschraubertransport zur Höhle.
Im Hintergrund: Taibunspitze
(links) und Hohe Gaisl.

Solange die Schichtfolge nicht bekannt ist, wird auch bei einer paläontologischen Grabung so vorgegangen wie bei einer archäologischen. Über das Grabungsfeld wird ein Raster mit einem Linienabstand von 1 Meter gelegt.

Die ein Quadratmeter großen Felder, "Quadranten" genannt, werden mit Buchstaben und Ziffern bezeichnet wie die Felder am Schachbrett. Nun werden 10 cm dicke Schichten Quadrant für Quadrant mit einem (stumpfen) Grabungsmesser abgetragen. Die großen Knochen und Zähne entnimmt der Gräber schon jetzt.

Das Sediment aber wird mit einer Maurerkelle fein säuberlich in einen Kübel (Eimer) gefüllt und zur Schlämmstelle gebracht.

Schlämmen (= Naßsieben) ist die beste Möglichkeit, die feinen Sedimentpartikel von den Fossilien und Steinen zu trennen; dazu sind zwei Voraussetzungen notwendig:
- Das Sediment muss schlämmbar sein, d.h., es darf nicht klumpen, wie dies alle feuchten Lehme tun.
- Es muss genug Wasser vorhanden sein.

Beide Bedingungen sind in der Conturineshöhle gegeben. Das fossilführende Sediment ist ein gut schlämmbarer Dolomitstand, und Wasser gibt es dank zweier Tropfstellen genug. Dank der Schlämm-Möglichkeit entging uns selbst der kleinste Knochensplitter oder Milchzahn nicht, und das Arbeitstempo wurde doppelt so schnell wie ohne den Schlämmvorgang.

Die Höhlenbären der Conturines

Willy Constamoling (links), der Entdecker der Conturineshöhle, und Gernot Rabeder am Eingang der Höhle.

Die Höhlenbären der Conturines

Frühstück vor der Conturineshöhle.