Blick auf den Schädel des Ursus Speleus
Hoch oben in Alta Badia

Gönn dir eine erholsame Pause
an sportlich aktiven Tagen:

Berg- und Schutzhütten in Alta Badia

Höhlen-Guano

Die Höhlenbären der Conturines

Conturineshöhle von Norden gegen Fanesspitze und Pelmo.

Auf die erste Besonderheit dieser Höhle treten wir mit dem Füßen. Meterdick bedeckt ein trockener schwarz-braun gefärbter Sand den Boden der Eingangshalle.

Wer sich die Mühe macht, eine Handvoll dieses Sandes zum Licht zu tragen, wird eine Unmenge von Samen verschiedener Pflanzen, auch Nüsschen und Obstkerne, viele Flügelreste von Insekten, kleine Schneckengehäuse und Vogelknochen erkennen.

Eine Analyse der Schnecken hat ergeben, dass sie aus allen Höhenstufen der Umgebung stammen: von den feuchten Augebieten der Täler, von den Almwiesen und Bergwäldern, aber auch aus den felsigen Regionen der Dolomitengipfel.

Die Höhlenbären der Conturines

Ein Sommergewitter hat die Umgebung der Conturineshöhle in eine Winterlandschaft verwandelt.

Die Höhlenbären der Conturines

Aussichtpunkt nördlich der Conturineshöhle. Blick auf Fanesspitzen und Lagazuoi.

Wer hat diese Anhäufung von Nahrungsresten, nur um solche kann es sich handeln, zusammengetragen?

Die seltenen Vogelknochen verraten uns die Verursacher. Es waren die Alpendohlen (Pyrrhocorax pyrrhocorax), die hier vor langer Zeit genistet und ihre Jungen mit frischer Atzung aus dem Tal und den umliegenden Almen versorgt haben.

Im Hintergrund der Eingangshalle hatten sie ihre Nester auf Felsvorsprünge gebaut - gut geschützt vor vier- und zweibeinigen Räubern. Im Laufe der Zeit hatten sich die Exkremente und Nahrungsreste zusammen mit dem aus der Höhle gespülten Dolomitstand zu einem mächtigen Guano-Lager angehäuft.

Durch einen Deckensturz wurden die Nistplätze vernichtet - grobe Blöcke liegen auf dem Guano. Aus der Frische der Insektenreste kann geschlossen werden, dass die Dohlenzeit noch nicht lange zurückliegt.